Die Fantasien der Franzosen

Februar 2025

Diese neue Studie reiht sich in eine Serie von Umfragen ein, die von Discurv über die Franzosen und ihre Sexualität sowie über die sexiesten Prominenten Frankreichs durchgeführt wurden.

Ziel der Umfrage


Am meisten fantasierten Praktiken der Franzosen

Sex an einem exotischen Ort ist die häufigste Fantasie der Franzosen: Zwei Drittel zählen dies zu ihren Fantasien. An zweiter Stelle steht die Fantasie, durch Sex geweckt zu werden – sie reizt fast jede zweite Person.

Im Durchschnitt geben die Franzosen an, sechs der vorgeschlagenen Fantasien zu haben.

Am meisten fantasierten Orte

Schwimmbäder/Jacuzzis, einsame Strände und Autos sind die drei Orte, von denen die Franzosen am meisten träumen: 7 von 10 Franzosen haben bereits davon fantasiert, an diesen Orten Sex zu haben. Danach folgen der Wald und die Küche – Fantasieorte für zwei Drittel der Franzosen.

Im Schnitt haben die Franzosen bereits von 7 dieser Orte fantasiert. Nur 1 von 10 hat jedoch schon einmal von einem religiösen Ort als Schauplatz sexueller Handlungen fantasiert – das ist der mit Abstand am seltensten genannte Ort.

Am meisten fantasierten Charaktere

Bei Fantasien über bestimmte Personen oder Berufe sind die Unterschiede weniger stark. Die Krankenschwester (bzw. der Krankenpfleger) bleibt die Fantasie Nr. 1 der Franzosen – 46 % haben schon einmal davon geträumt. Dahinter folgen Klassiker wie die Stewardess/der Steward und der/die Nachbar*in.

Familienmitglieder wie Schwiegereltern oder Schwäger*innen sowie Berufe wie Klempner oder Bodybuilder werden hingegen nur von weniger als einem Fünftel der Franzosen erotisch fantasiert.

Im Durchschnitt haben die Franzosen über etwa sechs dieser Charaktere fantasiert.

Fantasien & Psychologie

Insgesamt schämt sich ein Viertel der Franzosen zumindest ein wenig für seine Fantasien. Sie denken zu verschiedenen Tageszeiten daran – und nicht nur beim Sex. Ein Drittel denkt zu zufälligen Zeiten während des Tages daran. Ebenfalls ein Drittel denkt bei der Masturbation an seine Fantasien.

Was den Partner betrifft, so wären ein Drittel der Franzosen sehr oder extrem wohl dabei, mit ihm über ihre Fantasien zu sprechen. Außerdem hat mehr als die Hälfte der Franzosen beim Sex mit dem Partner schon einmal an eine andere Person gedacht.

Welche Unterschiede je nach Profil?

Nach Geschlecht

Nach Alter

Nach Beruf

Nach Wohnort

Nach Familienstand

Und nach Region?

Zusammenfassung

Die Fantasien der Franzosen: zwischen exotischen Orten, gewagten Szenarien und freier Vorstellungskraft

Die Fantasien der Franzosen sind äußerst vielfältig, mit etwa sechs angegebenen Fantasien pro Person, wobei sich klare Vorlieben für bestimmte Themen abzeichnen. Die beliebteste Praktik ist Sex an einem exotischen Ort, wobei zwei Drittel der Franzosen davon träumen. Andere Szenarien, wie durch Sex geweckt zu werden, sprechen fast die Hälfte der Befragten an. Gewagtere Praktiken wie Rollenspiele oder Gruppensex sind zwar im Vorstellungsvermögen eines Drittels der Franzosen vorhanden, zählen jedoch zu den weniger häufig geäußerten Fantasien.

Bei den Orten ist eine starke Anziehung zu privaten, aber nicht alltäglichen Orten erkennbar. Schwimmbäder, Jacuzzis, einsame Strände und Autos gehören zu den meistfantasierten Orten, wobei die Hälfte der Befragten regelmäßig daran denkt. Diese Orte kombinieren Sinnlichkeit mit Verbotenem – zentrale Themen in der kollektiven Vorstellung. Transgressivere Orte wie religiöse Stätten oder öffentliche Toiletten sind dagegen deutlich weniger beliebt, was auf eine klare Grenze in den geäußerten Wünschen hinweist.

Was die Charaktere betrifft, konzentrieren sich die Fantasien auf klassische und symbolische Figuren. Krankenschwestern bzw. -pfleger führen mit 46 % der Nennungen, gefolgt von Flugbegleiter*innen und Nachbar*innen. Familienmitglieder (Schwiegereltern, Schwäger*innen) oder weniger romantisierte Berufe wie Klempner lösen wenig Begehren aus – ein Zeichen kultureller und moralischer Grenzen im erotischen Vorstellungsvermögen der Franzosen.

Emotional gesehen fühlt sich ein Viertel der Franzosen für seine Fantasien zumindest etwas schuldig. Dennoch scheinen diese ein wichtiger privater Rückzugsort zu sein: Ein Drittel denkt zu zufälligen Tageszeiten oder bei Selbstbefriedigung daran. Insgesamt denken die Franzosen sowohl während als auch außerhalb sexueller Aktivitäten an ihre Fantasien. Schließlich hat die Hälfte der Franzosen schon einmal während des Sex mit dem Partner an eine andere Person gedacht – ein Hinweis auf die bedeutende Rolle, die Fantasien für das innere Gleichgewicht und die persönliche Erotik spielen.

Deutlich geschlechtsspezifische Fantasien

Männer vs. Frauen: alte Mythen bleiben bestehen

Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen zeigen sich sowohl in Art als auch in Intensität ihrer Fantasien. Männer sind fantasievoller und geben im Durchschnitt 7,1 Fantasien an, verglichen mit 4,9 bei Frauen. Sie fühlen sich stärker zu öffentlichen Szenarien oder Prominenten (39 %) und Dominanzpraktiken (39 %) hingezogen. Frauen hingegen bevorzugen intimere Szenarien, wie durch Sex geweckt zu werden (38 %). Die bevorzugten Orte unterscheiden sich weniger stark: Beide Geschlechter träumen von Autos und Stränden, aber Männer sind stärker an Wald und Küche interessiert. Der Mythos der Krankenschwester bleibt bei Männern bestehen, ebenso wie die Fantasien über Nachbar*innen, Flugbegleiter*innen und Sekretärinnen. Auch Frauen halten am Fantasiemythos vom Feuerwehrmann fest, der noch immer fast die Hälfte der Frauen reizt.

Berufstätige mit ähnlichen Mustern

Führungskräfte und Angestellte/Arbeiter zeigen mit durchschnittlich 6,8 bzw. 6,7 Fantasien eine fantasievollere Ader als der Durchschnitt. Führungskräfte fantasieren eher über Gruppensex oder Voyeurismus, während Angestellte und Arbeiter mehr Fantasien über Dominanz oder das Filmen von sich selbst haben. Autos und Küchen sind für Letztere besonders attraktiv, während zwei Drittel der Führungskräfte bereits von Sex am Arbeitsplatz geträumt haben. Führungskräfte bleiben eher bei klassischen Fantasiefiguren, während Angestellte/Arbeiter zu Berufen in Uniform wie Feuerwehr, Polizei oder Militär tendieren.

Stadt und Land: ähnliche Fantasien

Der Wohnort hat insgesamt wenig Einfluss auf Fantasien – ob ausgelebt oder vorgestellt. Ländlich lebende Personen sind jedoch weniger offen für Swingerpraktiken oder nicht einvernehmliche Fantasien als Städter.

Regionale Unterschiede

Paare im Durchschnitt

In Bezug auf Fantasien gibt es zwischen Menschen in Beziehungen und dem Rest der Bevölkerung nur geringe Unterschiede. Singles fantasieren jedoch überdurchschnittlich häufig über Sex mit Fremden, Prominenten oder mehreren Partnern. Sie haben auch mehr Fantasien mit Figuren wie Krankenpfleger*innen, Flugbegleiter*innen, Nachbar*innen oder Polizist*innen/Militärpersonen.

Jüngere sind abenteuerlustiger

Jüngere Menschen sind fantasievoller und mutiger als Ältere. Sie haben im Schnitt mehr Fantasien und denken häufiger an ungewöhnliche Orte. Sie erkunden modernere Praktiken wie Bondage oder das Filmen von sich selbst. Senioren hingegen bleiben klassisch, zeigen aber eine überdurchschnittliche Neigung zu Fantasien über Ehebruch. Kurios: Obwohl sie seltener an Fantasien denken, schämen sich ältere Menschen weniger dafür – vielleicht, weil die Fantasien der Jüngeren gewagter sind.

Nord-Süd-Differenz bleibt bestehen

Die kulturelle Kluft zwischen Nord und Süd spiegelt sich auch in Fantasien wider. Nordregionen sind insgesamt zurückhaltender, mit der bemerkenswerten Ausnahme von Île-de-France. Die Pariser Region zeigt große Vorstellungskraft mit mehr Fantasien als der nationale Durchschnitt. Besonders beliebt sind dort Rollenspiele, Sportlehrer*innen und Dominanzpraktiken. Ein Drittel fantasiert über das Filmen, ein Viertel über Babysitter, Vorgesetzte oder das Fremdgehen. In Hauts-de-France sind Unterwerfungsfantasien häufiger, während Menschen in Pays de la Loire und Centre-Val de Loire häufiger von Ehebruch träumen.

Im Süden sind die Menschen fantasievoller als der Durchschnitt – Occitanie liegt an der Spitze. Die Region zeigt eine starke Vorliebe für Kinos und Arbeitsplätze – Orte, die bei der Hälfte der Einwohner Fantasien auslösen. Bemerkenswert: Ein Viertel hat schon einmal über den Schwager oder die Schwägerin fantasiert – doppelt so viel wie im nationalen Durchschnitt. In Auvergne-Rhône-Alpes sind Flugbegleiterinnen und öffentliche Gärten besonders präsent. Die Bewohner von Nouvelle-Aquitaine fantasieren besonders über Züge und Flugzeuge. Die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur zeigt zwar weniger Vielfalt in ihren Fantasien als der übrige Süden, bleibt aber ihrem mediterranen Wesen treu: 8 von 10 träumen dort von Pools und Jacuzzis.


Eine Studie geleitet von:
Audrey Mandefield, Senior Account Managerin
Pauline Poché, Teamleiterin Insights


UM DIESE STUDIE ZU ZITIEREN, MUSS MINDESTENS FOLGENDE FORMULIERUNG VERWENDET WERDEN

„Discurv-Studie für XloveCam, durchgeführt mittels Online-Selbstbefragung im Dezember 2023 bei einer Stichprobe von 1.000 Personen, repräsentativ für die französische Bevölkerung ab 18 Jahren.“